Metakommunikation als Werkzeug zur Bearbeitung von Differenz(re)produktion (Studierhaus - Slot 1)
18.02.2026 , Studierhaus


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Präsentation empirischer Projektergebnisse (zum Tagungszeitpunkt vorr. im Abschluss befindliche Forschung), Präsentation von Praxisprojekten oder Praxisbeispielen

Literatur

Bohnsack, Ralf (2017). Praxeologische Wissenssoziologie. Opladen & Toronto: Verlag Barbara Budrich.
Lindmeier, Christian (2018). Differenz, Inklusion, Nicht/Behinderung. Stuttgart: Kohlhammer.
Mannheim, Karl (1980). Strukturen des Denkens. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Meyer, D. (2019). Gemeinsamkeit herstellen, Differenz bearbeiten. Eine rekonstruktive Studie zu Gruppenprozessen in inklusiven Kleingruppen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
Meyer, D. (2020). Arbeiten in inklusiven Gruppen. In Meyer, D.; Hilpert, W. & Lindmeier, B. (2020) (Hrsg.): Grundlagen und Praxis inklusiver politischer Bildung. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 169–192.
Meyer, D.; Hruschka, O. und Littmann, A. (2023). Herausforderungen und Potentiale inklusionsorientierter Theaterpraxis an Hochschulen. In Partizipationsprozesse in Hochschulprojekten (im Kontext kultureller Bildung), Inklusion Online, Zeitschrift für Inklusion 4/23.

Abstract Einzelbeitrag zum SymposiumPlus Inklusive Hochschule

In Interaktionsprozessen partizipativer Forschung oder inklusionsorientierter Bildungsarbeit an Hochschulen zeigt sich übereinstimmend, dass es nicht ausreicht, „wenn Menschen ‚in guter Absicht‘ zu einem inklusiven Miteinander zusammenkommen und sich bemühen, macht- und zuschreibungsfrei zu agieren“ (Meyer 2019, S. 14). ). Auf der Interaktionsebene zeigen sich Wirkungen unterschiedlicher Differenzkategorien und Reifizierungen, die zum Beispiel durch divergente Erfahrungsräume aufgrund unterschiedlicher Bildungsbiografien, institutionelle Sozialisation und gesellschaftliche Zuschreibungen oder auch die Anlage der inklusionsorientierten Hochulprojekte entstehen und die zu einem doing difference führen.
Andererseits zeigt sich aber auch, dass unter der Prämisse der Herstellung von Differenz in der Interaktion „Handlungsspielräume vorhanden sind“ (Lindmeier 2019, S. 31) und konjunktive, kommunikative oder interaktionelle Erfahrungsräume (Mannheim 1980; Bohnsack 2017) entstehen können, beispielweise durch den Austausch über das gemeinsame Thema, Smalltalk über den Alltag oder gemeinsame Scherze (Hruschka et al 2023).
Beides geschieht in Gruppen als dem Ort, an dem Menschen in der Interaktion gegenseitig Bezug aufeinander nehmen. Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag Forschungsergebnisse eines rekonstruktiven Forschungsansatzes dar, der Differenz(re)produktion mit Konzepten und Modellen der Gruppendynamik zusammendenkt (Meyer 2020). Das Material stammt aus inklusionsorientierten Bildungsangeboten, die seit 2013 an der Leibniz Universität Hannover und seit 2025 an der Hochschule Hannover stattfinden. Diskutiert wird die These: Metakommunikation und Gruppendynamik bieten ein Handwerkszeug, Erfahrungen inklusiver Zusammenarbeit zu bearbeiten und Differenz(re)produktion zu reflektieren.

  • Differenzforschung: Gemeinsamkeit und Differenz in inklusiven Gruppen; Metakommunikation
  • Teilhabeforschung: Politische Bildung für Menschen im Kontext geistiger Behinderung. leichte und einfache Sprache. Partizipativen Forschung, Persönliche Zukunftsplanung
Diese(r) Vortragende hält außerdem: